
Laufbandtraining muss nicht eintönig sein und hat diverse Vorteile, wenn man einige Punkte beachtet.

Wenig fehlte und Stefan Bissegger wäre der Nachfolger von Marc Hirschi geworden. Der «Muni», wie er in der Szene genannt wird, zeigte nach einer ohnehin schon erfolgreichen Saison ein beherztes Rennen und spurtete an der Rad-WM zu Silber.
Wie hast du «deinen» Tag in Yorkshire erlebt? Kannst du uns Einblick in dein Rennen und deine Gefühlswelt geben?
Ich ging schon von Anfang an mit grossem Druck ins Rennen, da die ganze Taktik auf mich ausgelegt war. Es war anfangs sehr hektisch, aber wir hatten immer alles unter Kontrolle. Auch in der entscheidenden Gruppe hatte ich noch Mauro Schmid dabei, der alles geregelt hat, bis ich der entscheidenden Attacke des Norwegers Tobias Foss nachging. Als wir nur noch zu Viert waren, wusste ich, dass alles möglich war. Im Ziel war ich enttäuscht, da es nicht für ganz oben auf dem Podest gereicht hat. Aber natürlich kommen später auch die Freude und der Stolz.
Du hast dir schon vor diesem Rennen einen Vertrag bei einem Profiteam (EF Education First) gesichert. Dieser startet aber erst nach den olympischen Spielen in Tokio, wo du noch mit dem Schweizer Bahnvierer teilnehmen möchtest. Welche Erwartungen und Ziele hast du für 2020?
Die Ziele sind klar. Zuerst möchte ich mich für die olympischen Spiele in Tokio qualifizieren und dann dort natürlich das bestmögliche Resultat herausholen. Danach ist mein Ziel, in der Worldtour Fuss zu fassen.
Du fährst sowohl auf der Bahn wie auf der Strasse äusserst erfolgreich. Welches sind in deinen Augen ganz grundsätzlich die drei Schlüssel, die zum sportlichen Erfolg führen?
Viele Hobbyradfahrer stellen während den Wintermonaten ihr Rad in den Keller. Welches sind deine Trainingstipps, damit das neue Jahr erfolgreich wird?
Ich betätige mich möglichst polysportiv und schaue natürlich auch auf die Ernährung.
Gibt es einen Geheimtipp, den du uns preisgeben kannst?
Einen speziellen Tipp hab ich nicht. Aber im Training ist es wichtig, dass man auch die Ruhetage korrekt macht. Bei der Ernährung gilt es sicherlich die Menge im Auge zu behalten. Stille "nur" deinen Hunger und iss nicht das, was am Schluss in der Pfanne übrig bleibt, noch auf, damit es keine Resten gibt. Achte zudem darauf, dass das, was du vor und während dem Sport isst, bekömmlich ist und dich nicht belastet während dem Training.